Wer früh in Santa Maria Novella ankommt, hat einen Vormittag geschenkt

TauernAutobahn
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Foto: Alex Azabache / Unsplash

Der Nachtzug hat eine Eigenart, die kaum jemand einplant. Man steigt in Florenz aus, es ist früher Morgen, die Stadt gehört den Lieferwagen, und das Zimmer ist erst am Nachmittag frei. Diese Stunden zwischen Ankunft und Check-in sind der eigentliche Gewinn der Anreise, und sie lassen sich nur nutzen, wenn das Gepäck vorher irgendwo steht. Häuser wie die von B&B HOTELS liegen teils wenige Gehminuten vom Bahnhof entfernt, teils draußen in Novoli, was für diesen einen Morgen einen spürbaren Unterschied macht.

Warum der Nachtzug in Santa Maria Novella hält und nicht am Stadtrand

ÖBB führt Florenz als Nightjet-Ziel und nennt Wien, Salzburg und München als Ausgangspunkte. Der Zug endet nicht an einem Vorortbahnhof, sondern am Hauptbahnhof Santa Maria Novella, den die Bahn selbst als in der Innenstadt gelegen beschreibt. Das ist der Grund, warum die Rechnung überhaupt aufgeht: Wer aussteigt, steht bereits dort, wo er hinwollte. Konkrete Abfahrts- und Ankunftszeiten wechseln mit dem Fahrplanjahr und gehören vor der Buchung im Fahrplan nachgesehen, nicht aus einem Reisetext übernommen.

Die Uffizien öffnen erst um 8.15 Uhr

Die Galerie nennt auf ihrer eigenen Seite Dienstag bis Sonntag von 8.15 bis 18.30 Uhr, Kassenschluss um 17.30 Uhr, Ausgang ab 18.30 Uhr. Wer um sieben am Bahnhof steht, hat also gut eine Stunde, in der ohnehin nichts zu holen ist. Genau diese Stunde ist die angenehmste des Tages in Florenz. Der Domplatz ist leer, die Ponte Vecchio ist begehbar, ohne dass man sich seitlich durchschiebt, und die Bars am Mercato Centrale haben längst auf. Der Fehler wäre, sie im Wartesaal zu verbringen.

Praktisch heißt das, den Vormittag rückwärts zu planen. Man setzt den Museumsbesuch als Fixpunkt und füllt die Stunde davor mit dem, was ohnehin draußen stattfindet: der Weg über den Arno, ein Blick auf die Fassade von Santa Croce, ein Kaffee im Stehen. Wer umgekehrt vorgeht und morgens erst überlegt, steht um Viertel nach acht in derselben Schlange wie alle anderen, obwohl er zwei Stunden Vorsprung hatte.

Ein Gepäckproblem, das sich vor dem Frühstück lösen lässt

Alles hängt daran, den Koffer loszuwerden. Unterkünfte nehmen Gepäck in aller Regel vor dem Check-in an, aber die Rezeption muss besetzt sein, und um halb sieben ist sie das nicht überall. Ein Haus mit durchgehend besetzter Rezeption erledigt das in fünf Minuten, ein kleineres womöglich erst ab acht oder neun. Die Frage lohnt sich vor der Buchung, denn sie entscheidet darüber, ob der geschenkte Vormittag ein Spaziergang wird oder eine Schlepperei. Wer draußen in Novoli wohnt, plant zusätzlich die Fahrt in die Altstadt ein und legt den Gepäckstopp besser auf den Rückweg.

Was am Montag anders läuft

Die Uffizien haben montags geschlossen, ebenso am 1. Jänner und am 25. Dezember. Eine Ankunft am Montagmorgen ist deshalb keine schlechte, aber eine andere: Der Tag gehört dann den Kirchen, dem Oltrarno und den Märkten, und die Galerie rückt auf Dienstag. Für die Tickets nennt die Galerie zwei Preise, 25 Euro am Tag des Besuchs gekauft und 29 Euro im Vorverkauf. Der Unterschied ist kein Zufall, sondern das Signal, dass ein Zeitfenster im Voraus die ruhigere Variante ist.

Der Rückweg am Abend

Wer denselben Weg zurückfährt, hat am Abreisetag dasselbe Problem in umgekehrter Richtung: Zimmer bis mittags, Zug am späten Abend. Auch dafür ist die Gepäckaufbewahrung an der Rezeption der Hebel, und auch dafür gilt, dass die Lage zum Bahnhof mehr zählt als die Lage zum Dom. Ein Tag in Florenz, der um sieben beginnt und um zweiundzwanzig Uhr endet, ist kein knapper Tag. Er ist ein längerer Tag als der, den die meisten mit dem Flugzeug bekommen.

Nightjet-Verbindungen nach Florenz beim Betreiber ÖBB, Öffnungszeiten und Tarife bei den Uffizien.

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